Der Pilz überdauert an Pflanzenrückständen, Ausfallraps und kreuzblütigen Wildpflanzen, von denen die Hauptübertragung der ungeschlechtlichen Konidiosporen mit Wind und Niederschlägen auf den Raps ausgeht.
In besonderen Sporenlagern werden weitere unzählige Konidiosporen gebildet, die sofort infektionsfähig sind. Die Infektion kann bei 5-15 °C innerhalb von 5 Tagen stattfinden. Der Pilz überlebt an der Rapspflanze in milden Wintern unter der Schneedecke. Die selten anzutreffenden sexuellen Fruchtkörper (Apothezien) können nach mehrmonatiger Reifephase an Blattstielen und Stoppelresten im Frühjahr gebildet werden. In den Apothezien reifen die Schlauchsporen, die aktiv ausgeschleudert und mit Wind und Regen kurzstreckig verbreitet werden.
Anbau resistenter Sorten
sorgfältiges und frühzeitiges Einarbeiten der Rapserntereste und des ausgefallenen Ausfallrapses
gut entwickelte Einzelpflanzen sind anzustreben
keine dichten Bestände
Bekämpfung von kreuzblütigen, überwinternden Unkräutern
Wachstumsreglereinsatz im Frühjahr: ab 0,5 l/ha Folicur (0,75 l/ha Caramba) wird Cylindrosporium wirksam bekämpft