RUCK
Wintererbse

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RUCK

Wintererbse

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Mehr Ertrag auf einen Ruck!

Profil

Vorteile zur Sommererbse:

  • Bessere Bestandesetablierung 
  • Bessere Wirksamkeit von Herbizidmaßnahmen aufgrund von Bodenfeuchte 
  • Geringerer Insektizidbedarf (Blattrandkäfer) aufgrund von Entwicklungsvorsprung 
  • Frühere Ernte (bis zu 2 Wochen)

  • Sehr hohe und stabile Erträge
  • Frühe Reife
  • Hoher Rohproteingehalt

Standorte

  • Möglichst steinfreier Oberboden, da bodennahe Schneidwerksführung zur Ernte nötig (niedriger Hülsenansatz, vergleichbar Sommererbsen) 
  • Empfindliche Reaktion auf Luftmangel/Staunässe – durchlässiger Boden essenziell 
  • Steinreiche Böden sowie Standorte mit häufigen Niederschlägen im Sommer (Fußkrankheiten!) sind nicht geeignet 
  • Empfohlene Anbaupause 6 – 8 Jahre (auch min. 3 – 4 Jahre zu anderen Leguminosen, Leguminosenmüdigkeit) 
  • pH-Wert > 6

Aussaat

80 – 110 keimfähige Körner/m², auf Kalkböden 100 – 115 keimfähige Körner/m²

Aussaattiefe:
3 – 4 cm in lehmigen Boden; 4 – 5 cm in Ton-Kalkstein-/Kreideböden; leichte Böden: 6 cm

Verfahren:

  • Gute Verteilung und Zersetzungsmöglichkeiten der Vorfrucht gewähren  
  • Drillsaat in ein gut abgetrocknetes, durchlässiges Saatbett mit guter Krümelstruktur und guter Durchwurzelbarkeit, keine Störschichten  
  • Ziel: Möglichst ebenes Saatbett, Reihenabstand: 12 – 35 cm

Aussaattermin

  • 2 – 3 Wochen nach ortsüblichem optimalen Saattermin Winterweizen 
  • Ziel Bestandesentwicklung vor Winter: 2 – 3 Laubblattpaare, Wuchshöhe 3 – 4 cm 
  • Zu weite Vorwinterentwicklung reduziert die Winterhärte und provoziert Krankheitsbefall schon im Herbst

Nutzung

  • Erntetermin bei 14 – 16 % Wassergehalt des Samens (meist zwischen Wintergerste und Winterraps) 
  • Termingerecht beernten (nach der Abreife brechen Bestände zusammen) 
  • Herstellerhinweise zur Erbsenernte beachten: weiter Korb, geringe Dreschdrehzahl, schonender Drusch, möglichst geringer Bruchkornanteil

Düngung

  • Keine Stickstoffdüngung notwendig 
  • Grundnährstoffe nach Entzug 
  • Mikronährstoffdüngung nach Winter empfohlen (Bor, Mangan, Molybdän, Schwefel), gegebenenfalls zur Blüte wiederholen, kann mit Fungizidmaßnahmen kombiniert werden

Pflanzenschutz

  • Empfehlungen der Offizialberatung beachten, vor allem auf Schädlinge achten ( z. B. Erbsenwickler), gegebenenfalls Pheromonfallen aufstellen 
  • Gute Wirkung von Bodenherbiziden durch Herbst- und Winterwitterung 
  • Insbesondere bei feuchter Witterung unbedingt Fungizid nach Winter einsetzen 

Mechanische Unkrautbekämpfung 

  • Blindstriegeln vor Auflauf (schwierige Terminfindung im Herbst) 
  • Optimal nach Auflauf: Striegeln im 4 – 5-Blatt Stadium zur Nachmittagszeit bei warmem Wetter (geringerer Turgordruck). Ab dem Verranken der Pflanzen nicht mehr striegeln

Die hier genannten Sorteninformationen, Empfehlungen und Darstellungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Wir können nicht garantieren, dass die beschriebenen Eigenschaften wiederholbar sind. Alle Angaben dienen als Entscheidungshilfe. Mischungszusammensetzungen können sich bei Nichtverfügbarkeit einzelner Sorten ändern. Stand 05/2026, Änderungen vorbehalten.